Vortrag zur Arbeit des Nachsuchengespanns mit spannenden Einblicken sowie Tipps und Mahnungen an die Jagenden

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Knapp 40 Jägerinnen und Jäger folgten gestern den spannenden Ausführungen unserer Nachsuchenführerin Astrid Hemmrich. Sie berichtete ausführlich und sehr praxisnah von ihren Erfahrungen bei Nachsuchen mit ihrem BGS-Rüden “Zoran”. Zahlreiche Bilder und einige Videosequenzen machten die Arbeit deutlich. Unterstützt wurde sie durch ihren Partner Jens, ebenfalls Nachsuchenführer, und ihren Mitjäger Christian, der die Technik bediente.

Neben den Ausführungen zur Arbeit wurde Astrid genauso deutlich bei ihren Appellen an die Jägerschaft:

- kein Schuss auf spitz-stehendes Wild, das führt häufig zu sehr schwierigen Nachsuchen

- keine Schüsse auf Kopf, Träger oder hinter den Teller, aufgrund der Anatomie sind diese Schüsse selten tödlich und verursachen viel Leid bei den Tieren, auch werden Nachsuchen mitunter äußerst schwierig

- bei Nachsuchen, die weiter als 200m reichen, eigene Suche abbrechen und unbedingt die Nachsuchenführer benachrichtigen, denn bei tödlichen Treffern sollte das Tier auf dieser Entfernung eigentlich liegen

- Benachrichtigungen am späten Abend/nachts bitte per Whatsapp und nicht telefonisch, aber auf jeden Fall unverzüglich und nicht erst am späten Vormittag des nächsten Morgens.

Werden diese Tipps berücksichtigt, können viele, teils auch sehr gefährliche Nachsuchen Mensch und Tier erspart bleiben. 

Nichtsdestotrotz kann es zu einem Fehlschuss kommen und dann sind die Nachsuchengespanne gerne zur Hilfe bereit. Als KJV appellieren wir dann an die Fairness der Jagenden und bitten darum, die Fahrtkosten (Hin- und Rückweg sowie ggf. Fahrten zwischendrin) zu übernehmen und auch an eine maßvolle Kostenerstattung zu denken. Dabei werden keine Reichtümer erwartet, gleichwohl wird viel Freizeit und ggf. auch Arbeitszeitausgleich bzw. Urlaub durch die Gespanne geopfert. Das ist eine Anerkennung wert!

Die anwesenden Jägerinnen und Jäger dankten Astrid und ihren Begleitern für die teils sehr eindringlichen Bilder und Ausführungen und auch die KJV Mergentheim sagt “Danke” für die wertvolle Arbeit!