Hauptversammlung 2026 - Volles Haus, klare Beschlüsse: KJV richtet Blick nach vorn

Von Ehrungen über Jagdpolitik bis zu Neuwahlen: Die Hauptversammlung der KJV Mergentheim zeigte die ganze Bandbreite der Vereinsarbeit. Auch wichtige Weichen für die Zukunft wurden gestellt.

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Eine gut besuchte Hauptversammlung in der Laudenbacher Zehntscheune bildete den stimmungsvollen Abschluss des Vereinsjahres der KJV Mergentheim. Kreisjägermeister Florian Dietzel konnte neben zahlreichen Mitgliedern auch hochrangige Gäste begrüßen, darunter Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und Bezirksjägermeister Edgar Häußer.

Nach den Grußworten aus Politik und Verwaltung – vom Ersten Landesbeamten des Main-Tauber-Kreises Florian Busch, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Bad Mergentheim Manuela Zahn sowie dem Weikersheimer Bürgermeister Nick Schuppert – wurde es zunächst still im Saal: In würdevoller Form gedachte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder. Im Anschluss standen Ehrungen im Mittelpunkt, die die enge Verbundenheit vieler Mitglieder mit der Jägerschaft eindrucksvoll unterstrichen.

Durch Landesjägermeister Dr. Friedmann ausgezeichnet wurden Karl Bickel und Thomas Landwehr für 25 Jahre Mitgliedschaft, Gottfried Demel und Walter Schulz für 40 Jahre sowie eine große Gruppe verdienter Mitglieder für ein halbes Jahrhundert jagdlicher Verbundenheit: Martin Breuner, Siegfried Dehner, Friedrich Habel, Gerhard Hetzel, Hans Keller, Karl-Heinz Link, Dr. Ulrich Schaudig, Dr. Wolfgang Schaudig, Karl Steffen und Anton Wilhelm. Für bemerkenswerte 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Walter Merkert geehrt. Eine besondere Auszeichnung erhielt Matthias Busch mit der DJV-Ehrennadel in Bronze für sein Engagement.

Einen lebendigen Rückblick auf das vergangene Jahr präsentierte Kreisjägermeister Dietzel, der die vielfältigen Aktivitäten der KJV mit zahlreichen Bildern noch einmal greifbar machte. Ergänzt wurde dies durch den Bericht des Schatzmeisters Prof. Dr. Jens Schütte, der eine solide finanzielle Grundlage des Vereins bestätigte. Wie breit die Arbeit der Kreisjägervereinigung aufgestellt ist, zeigten die Berichte aus den Referaten: Von der Kitzrettung, bei der Drohnentechnik hilft, junge Rehe vor dem Mähtod zu bewahren (Dr. Thorsten Zahn), über das Bildungsprojekt „Lernort Natur“ (Magdalena Schütz) bis hin zur fundierten Ausbildung des jagdlichen Nachwuchses an der Jagdschule Taubertal (Prof. Dr. Peter Baier) spannte sich der Bogen eines engagierten Vereinslebens.

Einen deutlichen Akzent setzte Landesjägermeister Dr. Friedmann mit seinem Überblick über aktuelle jagdpolitische Entwicklungen. Neben neuen Regelungen zu Neozoen im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz sprach er auch den Umgang mit dem Wolf sowie Änderungen bei der Rotwildverordnung an. Mit Blick auf steigende Anforderungen auf Bundes- und Landesebene warb er zugleich für eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge im Landesjagdverband. Diese Entwicklung fand auch auf Kreisebene ihren Niederschlag: Die Versammlung beschloss einstimmig neue Beitragssätze von 120 Euro für Erstmitglieder und 80 Euro für weitere Mitgliedschaften.

Neben der ebenfalls einstimmigen Entlastung von Vorstand und Schatzmeister standen turnusgemäß Neuwahlen auf der Tagesordnung. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden geschlossen für weitere vier Jahre in ihre Ämter gewählt – ein deutliches Zeichen für Vertrauen und Geschlossenheit innerhalb der KJV. Im Anschluss verabschiedete Dietzel die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Iris Konrad (Hegegemeinschaft Mergentheim), Dietmar Weidmann (Hegegemeinschaft Niederstetten), Sandra Ruff („Lernort Natur“), Matthias Michelberger (Bläserobmann) und Thorsten Nörr (Schießwesen) und dankte ihnen für ihren langjährigen Einsatz.

Für den passenden Rahmen sorgten einmal mehr die Parforcehornbläser und die B-Hornbläser, die die Versammlung musikalisch begleiteten und der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre verliehen.