Gibt es eine Chance für das Rebhuhn?

Entstehung eines weiteren Referenzgebietes in drei zusammenhängenden Revieren im Main-Tauber Kreis (Edelfingen, Löffelstelzen und Oberbalbach) vorgesehen

Erstellt am 28.01.2020

Über diese Frage berieten Fachleute aus Naturschutz, Wissenschaft, Jagd, Landwirtschaft, Naturschutz, Verwaltung und Politik Ende November in Rottenburg-Ergenzingen bei einer gemeinsam organisierten Tagung (LJV, WFS, NABU, OGBW, LEV TÜ). Die Fachtagung „Perspektiven für das Rebhuhn – Status quo, Fördermöglichkeiten und Wege zum Erfolg“ rückte die Zukunft des vom Aussterben bedrohten Feldvogels in den Mittelpunkt.

Das Fazit des zweitägigen Austauschs: Ja, eine Zukunft für das Rebhuhn ist möglich. Doch dafür braucht es mehr Lebensräume, mehr finanzielle Förderung für erfolgreiche Schutzvorhaben und einen ganzheitlichen Ansatz, auch durch Prädatorenmanagement. Und nicht zuletzt eine bessere Vernetzung der Akteure. 

Im Rahmen des Wildtiermonitoring soll nun im Norden Baden-Württembergs, genauer gesagt in drei zusammenhängenden Revieren im Main-Tauber Kreis (Edelfingen, Löffelstelzen und Oberbalbach), in denen noch Rebhühner vorkommen, ein weiteres Referenzgebiet (Zählgebiet) entstehen.

Hierzu findet Anfang März diesen Jahres eine Einführungsveranstaltung der Wildforschungsstelle Aulendorf und der Allianz für Niederwild im Jägerhaus Schüpferloch statt, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Um das Monitoring durchführen zu können, werden zahlreiche Freiwillige benötigt, die sich, an Hand von Kartenmaterial um eine ausgewiesene Fläche (Transekt) bewegen und die scheuen Feldhühner „verhören“

Bei der Einführungsveranstaltung wird für die Ehrenamtlichen einen kleinen Vortrag zum Thema, Rebhuhn, Bestandssituation und Monitoringverfahren gehalten. Die Methode wird detailliert erläutert und im Anschluss werden dann die Transektkarten sowie die Lautsprecher ausgegeben und die freiwilligen Helfer, mittels ortskundiger Personen, zu ihren Transekten „dirigiert“.

Zudem ist derzeit gerade noch ein Pilotprojekt, in dem Rebhühner mit Hilfe bioakustischer Verfahren (Tonaufnahmegeräte) erfasst werden sollen, geplant, welches in den teilnehmenden Revieren auch gleich angewendet werden soll.

Hierzu ist die gesamte Bevölkerung, vor allem auch die Natur-, Landschafts- und Pflegeverbände eingeladen.

Erstellt am 03.02.2020
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