„Frühlingsgefühle“

Wenn die Temperaturen in die Höhe steigen und die Tage langsam wieder länger werden, bekommen Natur und Wild „Frühlingsgefühle“.

  • Rebhuhn "auf der Pirsch"

    Rebhuhn "auf der Pirsch"

  • Auch "Grimmbart" wird wieder aktiv!

    Auch "Grimmbart" wird wieder aktiv!

  • Schon total mit der Balz beschäftigt!

    Schon total mit der Balz beschäftigt!

  • Der "Winterpelz" kommt in den Schrank ...

    Der "Winterpelz" kommt in den Schrank ...

  • Wildschweine - schon mit Nachwuchs unterwegs!

    Wildschweine - schon mit Nachwuchs unterwegs!

Der Kalender zeigt Frühling an – Die Natur erwacht!

Erstellt am 15.03.2017

Aus der lokalen Presse:

Im März werden die ersten Jungtiere bei Wildschwein und Dachs geboren und auch bei den Feldhasen werden schon das erste Mal im Jahr die Junghasen das Licht der Welt erblicken. Einige Vogelarten, wie Fasan und Rebhuhn oder auch die Stockenten, sind mit der Balz beschäftigt und das endlich sprießende Grün lockt nun Reh, Wildschwein und Hase aus dem Schutz der Deckung hinaus in die Feldflur: Das Stoffwechseltief vom Winter ist im Main-Tauber-Kreis überwunden. 

Heißhunger, Wildunfälle und „neue Gewänder“ 

Heißhunger treibt die Tiere auf der Suche nach Nahrung leider auch allzu oft über die Straßen. Wenn durch die anstehende Zeitumstellung die Zeit für die Futtersuche auch noch mit dem morgendlichen Berufsverkehr zusammen fällt, steigt das Risiko für Wildunfälle deutlich an. 

Kreisjägermeister Hariolf Scherer bittet daher alle Autofahrer um erhöhte Vorsicht, vor allem an Straßenrändern in Waldungen und in Bereichen, wo der Wald und das angrenzende Feld durch eine Straße getrennt sind. 

Die Zeit des „Erwachens“  ist für viele Wildtierarten auch mit einem Haar- bzw. Federwechsel verbunden. Die dicken „Winterklamotten“  werden ab- und ein leichteres Haarkleid angelegt, alte Federn durch neue ersetzt. Das funktioniert bei Wildtieren genauso wie bei unseren Haustieren.

Der Wechsel vom Winterhaar zum roten Sommerhaar beim Rehwild, das „Verfärben“, beginnt. Der Hauptauslöser für das Abhaaren im Frühling ist die zunehmende Tageslichtlänge. Das Haar fällt büschelweise aus, so dass die Rehe in diesem Zustand recht „mitgenommen“ aussehen. Die Tiere sind aber nicht etwa krank, sondern folgen zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, diesem biologischen Rhythmus. 

Der Wechsel beginnt am Kopf und zieht sich von dort nach hinten und unten fort und dauert bei gesunden Tieren ca. 4-6 Wochen. Rehe bilden aber das ganze Jahr hindurch neue Haare und ersetzen so ausfallende, alte Haare. Zudem kann man das Rehwild jetzt noch in sogenannten Sprüngen zusammen stehen sehen, bevor sie in wenigen Wochen wieder ihre eigenen Wege gehen. 

„Jetzt erwacht die Natur aus dem Winterschlaf, und es wird Zeit, neue Lebensräume, das heißt, wertvolle Deckungs,- Äsungs- und Blühflächen für die heimische Tierwelt zu schaffen und bestehende zu pflegen“, so KJM Scherer. „Gerade zu dieser Jahreszeit zeigt sich deutlich, dass ein Schwerpunkt der Aufgaben des Jägers in der Hege besteht. Nun liegt es in der Verantwortung von den Jägern und Landwirten, dem Wild und anderen wildlebenden Tieren in der Kulturlandschaft, die der Mensch geschaffen hat, mit geeigneten Maßnahmen z.B. mittels Saatgut aus dem Artenschutzprogrammes des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg den Start in ein neues Jagdjahr zu erleichtern.“

Erstellt am 15.03.2017
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