Die "Müll-Jäger" von Igersheim

Die Igersheimer Jäger waren am Samstag fleißige Müllsammler. Der Unrat - er füllte zwei große und mehrere kleine Anhänger sowie in Säcken und Wannen auch einige Pkw - wurde in den Bauhof gebracht.

  • Die fleissigen Müllsammler von Igersheim

    Die fleissigen Müllsammler von Igersheim

Umweltsünder handeln "unbegreiflich"

Erstellt am 12.05.2017

Zwei große, mehrere kleine Anhänger sowie Wannen und Säcke in den Pkws - die Igersheimer Jäger sammelten fleißig Müll ein in ihren Revieren. Und es war wieder erstaunlich, was von Umweltsündern alles achtlos in der Natur entsorgt wurde. Die Jäger aus Igersheim, Neuses und Harthausen hatten jedenfalls alle Hände voll zu tun, ganze Berge von Müll auf- und einzusammeln.

Klemens Aubele, selbst Waidmann sowie Revierförster, Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister, sprach den Müll-Jägern spontan den Dank der Gemeinde und des Kreis-Forstamtes aus, als sie sich um 11 Uhr zusammen mit ihrer "Beute" im Igersheimer Bauhof einfanden. Dort wurde der eingesammelte Unrat zwischengelagert, um anschließend ordnungsgemäß entsorgt zu werden. "Trotz geregelter Müllabfuhr und der Recyclinghöfe wird Müll in der Natur entsorgt. Selbst neben Hinweisschilder wird der Unrat einfach hingeschmissen", kritisierte Aubele die vielen Umwelt-Frevler. Da sei es gut, dass "die Jäger einen wichtigen Beitrag leisten, um die Gemarkung und den Wald sauber zu halten".

Die Meinung der Jäger fasste Denis Dallmann in Worte. "Es ist uns unbegreiflich, warum immer noch so viel Müll in Wald und Flur abgekippt wird." Heuer fanden die Waidmänner beispielsweise "auffallend viele" Reifen, teilweise auch noch mit Felgen, sowie Plastikfolien. Aber auch eine Deckenleuchte, Flaschen, Kartonagen, Papier, Autobatterien, Akkus, eine Duschkabine, ein Bügeleisen sowie Metallteile aller Art, Kartons, Papier und Plastikteile fanden die Sammler. Er könne nur hoffen, so Dallmann weiter, "dass es nächstes Jahr weniger wird". Denn auch 2018 werden die Jäger eine Müllsammel-Aktion starten. "Es ist ja leider nötig." 

Erstellt am 12.05.2017
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