Das Rebhuhn-Wachtel-Programm zur Aussaat auf Stilllegungsflächen

Die Kreisjägervereinigung Mergentheim bietet den Landwirten für stillgelegte Flächen kostenlos Saatgut aus dem sog. „Rebhuhn-Wachtel-Programm“ an.

Diese Saatgutmischung ist ideal, um dem z.T. stark bedrohten Niederwild „auf die Läufe zu helfen“. Die Mischung besteht aus 21 Arten, enthält u.a. Leguminosen wie Luzerne und Esparsette, aber auch Buchweizen, Sonnen- und Ringelblumen, Dill und Kolbenhirse, jedoch keine Gräser. Sie ist auf die hiesigen Boden- und Klimaverhältnisse abgestimmt und erfüllt die EG –Bestimmungen. Nur wenn MEKA II beantragt wurde, muss das Saatgut vom Landwirt erworben werden (Doppelförderung) !
Die optimale Aussaatzeit liegt zwischen Mitte April und Mitte Mai, Saattiefe 10 bis 15 Millimeter. Saatgutbedarf bei sauberem Saatbeet 12 kg je Hektar, bei mit Unkraut belastetem Saatbeet 15 kg je Hektar. Die Aussaat kann grundsätzlich mit jeder Sämaschine erfolgen. Die besten Auflaufergebnisse erzielt man jedoch mit einer pneumatischen Maschine. Die Standzeit des Aufwuchses beträgt 3 bis 5 Jahre. Mulchen oder Schröpfen sind im ersten Jahr nicht erforderlich.
Vor allem Rebhühner, Fasanen, Wachteln und andere Bodenbrüter, aber auch Feldhase und Wildkaninchen sind für die Einsaat der optimal auf unsere Wildtiere abgestimmten Saatgutmischung dankbar. Sie benötigen auf der einen Seite die Möglichkeit, sich zu verstecken („Deckung“), auf der anderen Seite natürlich Nahrung („Äsung“). Durch die bunte Mischung werden auch Insekten angezogen, die vor allem für die frisch geschlüpften Hühnervögel die erste Nahrung darstellen.

Erstellt am 05.03.2014
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