Pressemitteilung des Bayerischen Jagdverbandes e. V.

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die Forderung der Grünen,
Nachtzieltechnik auch für die Jagd auf Reh- und Rotwild freizugeben.

Der BJV setzt auf biologischen Sachverstand beim Waldumbau,
auf Wertschätzung der Natur und gelebte Ökologie, nicht auf ideologische Parolen

Erstellt am 29.08.2019

 

Stoppt den Krieg gegen unsere heimische Tierwelt!

 

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die Forderung der Grünen,

Nachtzieltechnik auch für die Jagd auf Reh- und Rotwild freizugeben.

 

Der BJV setzt auf biologischen Sachverstand beim Waldumbau,

auf Wertschätzung der Natur und gelebte Ökologie, nicht auf ideologische Parolen

 

München, 19. August 2019 – Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die maßlose Intoleranz der Grünen gegenüber unserem heimischen Reh- und Rotwild auf’s Schärfste. „Mir ist es unverständlich, dass eine Partei, die sich den Einsatz für die Natur auf die Fahnen schreibt, geradezu Krieg führt gegen einige unserer heimischen Wildarten, um einer rein gewinnorientierten, hochintensiven Forstwirtschaft das Wort zu reden“, so BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen  Vocke. „Während die Bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern die heimischen Wildtiere für die Bevölkerung endlich wieder erlebbar machen wollen, präsentieren die Grünen den Bürgern nur eine kompromisslose Totschieß-Mentalität.“ In der Forderung von Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen, nach dem Einsatz von Nachtzieltechnik bei der Jagd auf heimisches Schalenwild, sieht der BJV wieder einmal bestätigt, dass den Grünen ideologische Parolen wichtiger sind, als ökologische Zusammenhänge, biologischer Sachverstand und Artenschutz. Vocke: „Wer Wildtiere und ihren Nachwuchs Tag und Nacht gnadenlos verfolgen will, nur um die Bestände herunterzuschießen und ohne dass damit der Waldentwicklung wirklich genutzt wird, der handelt unverantwortlich gegenüber der Natur.“

 

Ja zu klimastabilen Wäldern

Auch der BJV spricht sich klar für den Umbau zu klimastabilen und naturnahen Wäldern aus. Sie dienen nicht nur dem Klimaschutz und nutzen nicht nur den Menschen sondern auch den tierischen Waldbewohnern. Selbstverständlich wissen die bayerischen Jägerinnen und Jäger um die Sorgen der Privatwaldbesitzer und der Notwendigkeit angepasster Wildbestände. Deshalb unterstützen sie die Waldentwicklung durch eine effektive Jagd nach den gesetzlichen Vorschriften aus Bund und Land.

Der Waldumbau darf aber nicht zu Lasten der Wildtiere gehen. Eine ökologische Waldbewirtschaftung schließt die Tiere im Wald nicht aus, im Gegenteil, sie betrachtet das Ökosystem Wald ganzheitlich und setzt auf Wald mit Wild.

 

Klimaschutz und Artenvielfalt statt Jagd nach dem Gewinn

Ministerpräsident Dr. Markus Söder fordert, der Wald solle primär nicht mehr der Gewinnerzielung sondern dem Klimaschutz und der Artenvielfalt dienen. Der BJV kann das nur unterstützen, vor  allem im Staatswald. Privaten Waldbesitzern, die vom Holz leben, muss ein Wirtschaften natürlich weiterhin möglich sein.

Bäume mit Verbiss sind kein Problem für den Klimaschutz, denn sie sterben keineswegs ab, sondern wachsen munter weiter. Sie wachsen allerdings nicht ganz so schnell und sind stärker verzweigt. Für den Klimaschutz aber ist dieser Baum genauso wertvoll. Denn Verbiss ist kein ökologisches, sondern allein ein wirtschaftliches Problem.

 

Waldumbau mit Wild 

Der BJV fordert deshalb ein klares Bekenntnis zu den heimischen Wildtieren in einem dazugehörigen artenreichen Wald und verurteilt einseitige Forderungen, die nur zu Lasten der Wildtiere gehen und die Schuld an den aktuellen Waldkalamitäten dem Reh- und Rotwild in den Äser schieben wollen.

 

Jagd ist gelebter Naturschutz

 

Herausgeber: Bayerischer Jagdverband e.V., Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen,

Tel.: 089 / 990 234-0, Fax: 089 / 990 234-35, E-Mail: info@jagd-bayern.de,

Web: www.jagd-bayern.de

Der Bayerische Jagdverband (BJV) ist ein staatlich anerkannter Naturschutzverband mit rund

50.000 Mitgliedern. Er ist die politische Vertretung der Jägerinnen und Jäger in Bayern

Haben Sie Fragen zu Themen rund um Wild, Jagd, Natur und Naturschutz? Interessieren Sie

Zahlen und Fakten? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter:

Pressesprecher: Thomas Schreder (ts),

Tel. 089 - 990 234 77, E-Mail: t.schreder@jagd-bayern.de

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse: Dr. Gertrud Helm (gh),

Tel.: 089 – 990 234 38, E-Mail: gertrud.helm@jagd-bayern.de

Erstellt am 29.08.2019
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