Frühzeitige Abstimmung zur Rehkitzrettung mit Biogasanlage in Weikersheim

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Auf Einladung von Eberhard Ehrmann, Geschäftsführer Bioenergie Tauberhöhe GmbH & Co KG, trafen sich am 23.01.2024 Vertreter der Kreisjägervereinigung mit Vertretern der Bioenergie auf dem Gelände der Biogasanlage in Weikersheim zu einem Gespräch. 

Inhalt der Besprechung war die Abwicklung der Rehkitzrettung bei der Frühjahrsmahd der Wiesen und Luzerneäcker für die Biogasanlage. Herr Ehrmann erklärte anschaulich, welcher logistische Aufwand hinter der Organisation der Mahd stecktund verwies dabei insbesondere auf die Abhängigkeit vom Wetter. Innerhalb von ca. 10 Erntetagen werden ca. 350 ha Luzerne und rd. 300 ha Wiese gemäht. Durch die Vertreter der Kreisjägervereinigung wurde deutlich gemacht, dass die Jäger gerne bereit sind, sich bei der Kitzrettung zu engagieren und hier auch Verantwortung übernehmen. Diese Bereitschaft spiegelt sich beispielsweise in der Beschaffung der vereinseigenen Drohnen mit Wärmebildkamera und der Bezuschussung der Beschaffung von Kitzrettern wider. Für die Kitzrettung bringen die Jäger ihre Freizeit auf. Da viele Jägerund die Drohnenpiloten berufstätig sind, ist es für eine erfolgreiche Kitzrettung mit entscheidend, so früh wie möglich über den Mahdtermin informiert zu werden, damit Helfer organisiert und ggf. Urlaub beantragt werden kann. 

Die Besprechung erfolgte ergebnisorientiert, zielführend und diszipliniert. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass von Seiten der Kreisjägervereinigung für jeden Hegering ein zentraler Ansprechpartner genannt wird. Dieser wird zwei Tage vor der Mahd von einem Vertreter der Biogasanlage informiert und gibt die Information an die betroffenen Revierinhaber weiter. 

Kreisjägermeister Florian Dietzel bedankte sich zum Abschluss bei Eberhard Ehrmann für die Einladung und das konstruktive Gespräch. Eine erfolgreiche Rehkitzrettung kann nur funktionieren, wenn Landwirte und Jäger zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen.