Jagdkultur - Themenmonat März 2018

Mit dem ihm so typischen Augenzwinkern und deftigen Frotzeleien schwärmt hier unser Ehrenkreisjägermeister Bernhard Gailing von den Zeiten, als man im Frühling noch auf den "Schnepfenstrich" ging und das "Kirchenjahr" gottfürchtiger Taktgeber für eine braves Jägerleben war.
Sein komplettes Assay "Okuli - da kommen sie!" finden Sie im Datei-Anhang weiter unten.

  • "Schnepfenstrich" von Hubert Prohaska

    "Schnepfenstrich" von Hubert Prohaska

  • Wo bleibt das fast heisere "Quorren" und "Murksen"?

    Wo bleibt das fast heisere "Quorren" und "Murksen"?

  • "Schnepfenmond" im März

    "Schnepfenmond" im März

  • "Malerfedern" und "Schnepfenbart"

    "Malerfedern" und "Schnepfenbart"

  • Heute selten geworden: Schnepf-Trophäe

    Heute selten geworden: Schnepf-Trophäe

Zurück aus den Winterquartieren: Die Schnepfen

Waldschnepfen gelten als eher untypische Watvögel. Sie leben üblicherweise eher nicht in offenen Landschaften sondern am liebsten in etwas „unaufgeräumten“ Wäldern. Beim Ansitz hört der Jäger gern den Balzruf des Schnepfenmännchens - ein tiefes „quorr“, meist dreimal hintereinander, beendet von einem hohen „puitz“ - kündet es doch vom beginnenden Frühjahr.  

Die Waldschnepfe unterliegt zwar offiziell dem Bundesjagdgesetz . Die Jagdzeit läuft vom 16. Oktober bis zum 15. Januar .

Allerdings werden (hoffentlich) die meisten verantwortungsbewussten Jäger in Anbetracht der zunehmenden Zerstörung des Lebensraums durch Entwässerung von Auenlandschaften, die hohe Sterblichkeit im ersten Lebensjahr (bis zu 70 % der Tiere)  und der früheren Überbejagung heutzutage den Finger gerade lassen.

Als Buchempfehlung sei hier das "Standartwerk" von  Philipp Graf Meran „Winterfuchs und Schnepfenstrich" genannt.

Mit mehr als 20 Büchern ist er der meistgelesene deutschsprachige Jagdschriftsteller der letzten Jahrzehnte. Wie immer verwebt der Autor Jagd, Naturbeobachtung, Familiengeschichte und zeitkritische Betrachtungen in einzigartiger Weise.
 

Zum Entspannen bei den Balzlauten des Schnepfenhahnes hier eine kleine Hörprobe mit Naturgeräuschen und Vogelstimmen als Samples von Lothar Henkenjohann. Die Stimmen der Schnepfen wurden zum Teil transponiert (Moog LP, Yamaha Tyros 2).

 

 

 

Erstellt am 05.03.2018
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