20 Jungjäger legten „Grünes Abitur“ ab

Die dreiteilige Prüfung verlangte den Teilnehmern einiges ab!
20 Absolventen haben jetzt bei der "Jagdschule Taubertal" der Kreisjagdvereine Tauberbischofsheim, Wertheim und Bad Mergentheim den Jungjägerlehrgang erfolgreich abgelegt.
Sehr zufriedene Gesichter gab es deshalb nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch bei der Prüfungskommission sowie bei Ausbildungsleiter und Kreisjägermeister Hubert Hartnagel. Seit Mai büffelten die Jagdschüler jedes Wochenende für das "grüne Abitur". Im Teil 1 geht es um den sicheren Umgang mit Gewehr und Pistole bzw. Revolver sowie um drei praktische, aber auch anspruchsvolle Schießdisziplinen.
In Teil 2, der schriftlichen und Teil 3, der mündlichen Prüfung, werden fünf Lernbereiche abgefragt. Hierbei handelt es sich um einen Rechtsteil mit Waffen-, Jagd und Wildtiermanagement- und Naturschutzrecht, um den Bereich Land- und Waldbau, jagdliche Praxis, Wildtierkunde, um Hundewesen und Wildbrethygiene. Im sogenannten theoretischen Teil fallen 230 Unterrichtsstunden neben zwölf halben Tagen auf dem Schießstand an. Aber auch auf die praktische Seite werde besonderen Wert gelegt, so Hartnagel. Neben dem Besuch des Wildparks Bad Mergentheim und des Schwarzwildübungsgatter des Landesjagdverbandes ging es einen Tag in das Schulungsrevier "Tannenwald", wo unter fachmännischer Anleitung unter dem Blickwinkel der Unfallverhütungsvorschriften Reviereinrichtungen erstellt werden.
Weitere Highlights waren die Vorführung der Jagdhunderassen durch Ehrenkreisjägermeister Wolfgang Freund und Hundeobmann Anton Scherer sowie ein gemeinsamer Ansitzabend, bei dem jedem Jungjäger ein erfahrener Waidmann zugeteilt wurde.
Dann ging es gemeinsam auf die Pirsch. Das erlegte Wild wurde unter tierärztlicher Aufsicht von den Jungjägern aufgebrochen, also ausgeweidet und versorgt. Ein bereits abgehangenes Stück Damwild wurde dann küchenfertig zerlegt, vakuumiert und für den eigenen Verzehr vorbereitet. Von den zur Prüfung angetretenen bestanden alle den schriftlichen Teil mit häufig beachtlichen Ergebnissen.
Lediglich das praktische Schießen muss von zwei, der mündliche Abschnitt von einem Teilnehmer wiederholt werden. Vom Ausbildungsleiter Hubert Hartnagel war zu erfahren, dass auch 2017 wieder ein Jägerkurs geplant ist.
Da die maximale Teilnehmerzahl vom Vorstand des Kreisjagdvereins auf 20 Teilnehmer begrenzt wurde, da man einen individuellen Kurs garantieren möchte, konnten 2016 nicht alle Interessenten berücksichtigt werden. Wer also 2017 dabei sein möchte, so war zu hören, sollte sich bald entschließen.
© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 22.09.2016

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Erstellt am 22.09.2016 Erstellt am 15.05.2014
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